Keine Facharzt-Kassenstelle für Jennersdorf

Die Situation rund um die Kassenarzt-Stellen verschärft sich in Jennersdorf.

„Weil eine fachärztliche Kassenstelle in Jennersdorf trotz Bemühungen nicht nachbesetzt werden konnte, wurde sie einfach gestrichen“, informiert Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy und fordert vehement: „So kann es nicht mehr weitergehen. Die Verantwortlichen müssen endlich Rahmenbedingungen schaffen, damit vor allem die südliche Region attraktiver für Kassenärzte wird.“

Hirczy hat bereits mehrmals auf die angespannte Ärztesituation im Bezirk Jennersdorf hingewiesen: „Bereits Ende des Jahres 2019 gehen zwei Hausärzte im Bezirk in Pension, binnen 10 Jahren werden von den aktuell 10 Hausärzten 8 im Ruhestand sein.“ Auch im Bereich der Fachärzte gibt es Schwierigkeiten in der Nachbesetzung. In Jennersdorf konnte die kassenärztliche Fachstelle einer Gynäkologin nicht nachbesetzt werden und wurde daher ersatzlos gestrichen. „Diese Entwicklung geht auf Kosten der Patienten. Denn je weniger Kassenstellen es gibt, desto weniger Service kann den Patienten geboten werden.

Auch der Apothekendienst ist von der Anzahl der Kassenärzte vor Ort abhängig“, so Hirczy und betont: „Wir müssen verstärkt jungen Medizinern das Südburgenland schmackhaft machen und unsere Vorzüge betonen. Das Südburgenland hat viel an Lebensqualität zu bieten, es braucht jetzt noch entsprechende Rahmenbedingungen, damit für junge Ärzte die Vereinbarung von Familie und eine ausgewogene Work-Life-Balance möglich ist.“


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